Die Hammerzehenfehlstellung

Hammerzehen- oder Krallenzehenfehlstellungen sind ein sehr häufiger Grund für eine Schuhdruckproblematik und damit auch für die Vorstellung beim Orthopäden. Deren Korrektur ist daher nicht als rein kosmetischer sondern vielmehr als funktioneller oder schmerzlindernde Operation einzustufen.

Hammerzehen- oder Krallenzehenfehlstellungen sind ein sehr häufiger Grund für eine Schuhdruckproblematik und damit auch für die Vorstellung beim Orthopäden. Häufig werden die Begriffe synonym verwendet, obwohl sie sich vom medizinisch-orthopädischen her im Ort der Fehlstellung unterscheiden lassen. Da die Therapie bei beiden Fehlstellungen häufig dieselbe ist, ist daher die Unterscheidung im klinischen Alltag von sekundärem Interesse.
Häufig bestehen zusätzlich zur Fehlstellung Probleme an anderen Fußbereichen (Ferse, Großzehenballen oder Hallux valgus, Mittelfußköpfchen an der Fußsohle). Für die Patienten ist meistens weniger die Fehlstellung als vielmehr eine Schwielenbildung über dem Zehenzwischengelenk, welche fälschlicherweise häufig als „Hühnerauge“ bezeichnet wird, störend. Da nicht selten die Ursache nicht in der Zehe selbst als vielmehr in einem anderen Fußbereich zu suchen ist, sollte immer ein Orthopäde aufgesucht werden, um diese zu finden respektive auszuschließen. Bestehen solche, sollten diese therapiert werden, da bei reiner Hammerzehenversorgung es unweigerlich zu einem Rezidiv (=Wiederauftreten der Fehlstellung) kommen wird. Immer wieder kann eine solche Fehlstellung auch das Erstsymptom eines Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) sein.
Bei den Therapiemaßnahmen sind einerseits konservative Maßnahmen, wie Versorgungen mittels Zehenlasche oder die tägliche Beübung und Dehnung der verkürzten Weichteile (Sehne, Bänder, Kapsel) zu nennen.
Operativ sind je nach Befund (es wird klinisch zwischen flexiblen und fixierten Hammerzehenfehlstellungen) Verlängerungen der Kapselstrukturen mit Sehnenverschiebungen oder –versetzungen bis hin zu knöchernen Korrekturen notwendig.

Ein besonderer Schwerpunkt unsererseits liegt in der Versorgung bereits voroperierter Patienten, bei denen es zu einer Rezidiv-Fehlstellung (Wiederauftreten) gekommen ist. Je nachdem, was für eine Vorgeschichte besteht, sind manchmal komplexe Korrekturmaßnahmen notwendig. Häufig findet sich eine bisher nicht korrigierte zugrundeliegende Grund-Problematik, die zur Entstehung einer Hammerzehenfehlstellung und nach der Operation zu einem Wiederauftreten der Hammerzehenfehlstellung geführt hat. Insgesamt lassen sich in allen Fällen bei sorgfältiger Diagnostik und Therapie gute klinische Ergebnisse erzielen, die die Verwendung normalen Schuhwerkes ermöglicht.

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